Monthly Archives for Januar 2010

Mandanteninformation Sonderausgabe I-2010

Nach langem Tauziehen hat der Bundesrat am 18. Dezember 2009 dem zuvor vom Bundestag verabschiedeten Gesetz zur Beschleunigung des Wirtschaftswachstums zugestimmt. Die wichtigsten steuerrechtlichen Regelungen sind zum Beispiel:

Bereits durch die Erbschaftsteuerreform 2008 wurde dem Betriebsnachfolger die Wahl eingeräumt, ob er eine Verschonung zu 85 % oder zu 100 % des begünstigten Vermögens in Anspruch nehmen will. Die mit Abgabe der Steuererklärung auszuübende Wahl ist bindend und kann nicht nachträglich revidiert werden. Rückwirkend ab 2009 wurden nun die Zeiträume, innerhalb derer das Unternehmen weitergeführt werden muss, verkürzt und die erforderlichen Lohnsummen abgesenkt. Die verbesserten Voraussetzungen für die Verschonung gelten auch rückwirkend, sofern für Erbschaften aus 2007/2008 auf Antrag das neue Recht angewendet wurde.

Am 16. Dezember 2009 hat das Bundeskabinett das „Gesetz zur Umsetzung steuerlicher EU-Vorgaben sowie zur Änderung steuerlicher Vorschriften“ verabschiedet. Dieses sieht insbesondere Anpassungen an die aktuelle Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) sowie die Mehrwertsteuer-Richtlinie vor, etwa im Bereich der Riester-Rente, dem Spendenabzug, der degressiven Absetzung für Abnutzung (AfA) bei Gebäuden und bei der Umsatzsteuer. Darüber hinaus wird die Förderung der Mitarbeiterbeteiligung verbessert.

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Mandanteninformation Januar 2010

Für den Monat Januar 2010 haben wir Ihnen wieder eine Auswahl aktueller Urteile und Entscheidungen aus den Themenbereichen Steuern, Recht und Wirtschaft zusammengestellt.

Die Finanzverwaltung verstärkt ihr Augenmerk auf die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. Insbesondere bei Verlusten, die vielfach durch Wohnungsleerstand entstehen, wird geprüft, ob die Bemühungen zur Wiedervermietung von Wohnungen oder Gewerberäumen ausreichend waren. Unterstützt wird dies durch den Bundesfinanzhof, der sogar einen Umbau der länger leer stehenden Räume verlangt.

Wird ein betrieblich genutzter Pkw auch privat genutzt, ist üblicherweise die 1 %-Regelung anzuwenden. Wird dieser Pkw auch für einen zweiten Betrieb oder für andere Einkunftsarten genutzt, ist der private Nutzungsanteil um die anteilig auf die weitere Nutzung entfallenden Kosten zu erhöhen.

Sollten Sie zur Umsetzung der Informationen oder zu sonstigen Themen Fragen haben, sprechen Sie uns bitte an. Wir beraten Sie gerne!

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